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Bist du
behindernd?

Eine Kampagne über Barrieren, die niemand vom Himmel geworfen hat. Fast jede, die wir zeigen, hat ein Mensch gebaut, abgestellt oder vergessen – und fast jede ließe sich wieder abbauen.

Am Ende jedes Beitrags steht dieselbe Frage: „Bin ich der, der hier behindert?“

Warum die Frage so gestellt ist

  • Nicht der Mensch ist behindert, die Umgebung behindert

    Eine Stufe ist kein Naturereignis. Ein zugeparkter Weg auch nicht. Fast jede Barriere, die wir zeigen, hat jemand gebaut, abgestellt oder vergessen – und fast jede ließe sich wieder abbauen.

  • Die Frage richtet sich an uns alle, auch an uns selbst

    Am Ende jedes Beitrags steht derselbe Satz: „Bin ich der, der hier behindert?“ Das ist keine Floskel. Wer über Barrieren aufklärt, stellt Wege zu, vergisst Bildbeschreibungen und parkt gedankenlos – auch wir.

  • Kein Pranger

    Wir zeigen Situationen, keine Schuldigen. Kennzeichen, Gesichter und alles, woran sich ein einzelner Mensch oder Betrieb festmachen lässt, machen wir unkenntlich. Es geht darum, dass die Barriere verschwindet, nicht darum, dass jemand sich schämt.

  • Wer sie abbaut, hat gewonnen

    Die beste Rückmeldung auf ein Motiv ist nicht ein Kommentar, sondern eine Rampe. Wenn jemand nach einem Beitrag etwas ändert, ist das Motiv erledigt – und wir zeigen das gern.

Die Motive

Jedes Motiv erscheint zuerst in unseren sozialen Medien. Hier steht es vollständig als Text – auch das, was sonst nur im Bild zu sehen wäre.

  • Schild auf dem Leitstreifen

    Eine gepflasterte Hafenpromenade mit einem dunklen Leitstreifen im Boden. Mitten auf dem Streifen steht ein Aufsteller mit einem durchgestrichenen Fahrrad und der Aufschrift „Fußgängerbereich – Radfahrer bitte absteigen“. Links liegen Segelboote, rechts sind Personen im Hintergrund unkenntlich gemacht. Links im Bild steht die gezeichnete InkluFusion-Figur mit Langstock.
    Foto, mit KI bearbeitet

    Auf der Hafenpromenade steht ein Aufsteller mit der Aufschrift „Fußgängerbereich – Radfahrer bitte absteigen“. Er steht genau auf dem Leitstreifen.

    Ein Leitstreifen ist kein Muster im Pflaster. Er ist eine Spur, die sich mit dem Langstock und mit den Füßen ertasten lässt, und für viele blinde Menschen der einzige verlässliche Weg entlang einer offenen Fläche. Was darauf steht, steht im Weg.

    Das Bittere daran: Das Schild soll den Fußverkehr schützen. Unten auf dem Aufsteller steht, von wem er ist – von der Gemeinde. Aufgestellt auf dem Streifen, der genau für den Fußverkehr da ist.

    Hindernisse erkennen – Wege freihalten!

    Bin ich der, der hier behindert?

  • Gehweg am Rathaus

    Ein Kastenwagen der Gemeinde parkt mit offener Heckklappe auf dem Gehweg vor einem Backsteingebäude, daneben ein Schild mit der Aufschrift „Amt – Rathaus“. Personen im Bild sind unkenntlich gemacht. Vorn links steht die gezeichnete InkluFusion-Figur mit Langstock am Fahrbahnrand.
    Foto, mit KI bearbeitet

    Ein Fahrzeug der Gemeinde steht mit geöffneter Heckklappe auf dem Gehweg, direkt neben dem Rathaus. Wer hier zu Fuß unterwegs ist, muss auf die Fahrbahn ausweichen.

    Für Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Langstock ist dieses Ausweichen nicht dasselbe wie für andere: Der Bordstein ist eine Kante, die Fahrbahn ist eine Straße, und was auf dem Gehweg steht, taucht ohne Vorwarnung auf.

    Es geht hier nicht um einzelne Personen. Es geht darum, dass die Regel auch für die gilt, die sie sonst durchsetzen.

    Wege frei halten – für alle!

    Bin ich der, der hier behindert?

  • Transporter auf dem Gehweg

    Ein grauer Transporter parkt quer auf einem Gehweg neben einer weiß gestrichenen Hauswand. Zwischen Fahrzeugheck und Wand bleibt nur ein schmaler Streifen frei. Links im Bild sitzt die gezeichnete InkluFusion-Figur im Rollstuhl vor der Lücke.
    Foto, mit KI bearbeitet

    Ein Transporter steht quer über dem Gehweg. Zwischen Fahrzeug und Hauswand bleibt ein Streifen, der für einen Rollstuhl nicht reicht. Wer ausweichen will, muss auf die Fahrbahn.

    Beim Einparken schaut man nach hinten und zur Seite, nicht auf den Weg, den man gerade zustellt. Genau da entsteht die Barriere – nicht aus bösem Willen, sondern aus einem Blick, der woanders war.

    Denk nach, bevor du parkst – Gehwege sind für alle da!

    Bin ich der, der hier behindert?

Plakate für deinen Ort

Jedes Motiv gibt es als A4 und A3 zum Ausdrucken. Schwarz-weiß funktioniert auch, das Lila wird dann grau. Häng sie auf, wo Menschen stehen bleiben: im Schaukasten, im Schaufenster, im Wartezimmer, im Vereinsheim, am schwarzen Brett.

Bevor du aufhängst

  • An Laternen, Ampeln und öffentlichen Flächen braucht es meist eine Erlaubnis der Gemeinde.
  • In Schaufenstern und Schaukästen fragst du die Leute, denen sie gehören – die meisten sagen ja.
  • Häng kein Plakat direkt neben die Barriere, um die es geht. Das liest sich als Anklage gegen eine bestimmte Person.

Warum auf den Plakaten keine Menschen zu sehen sind

Für Plakate im Ort verwenden wir nur Aufnahmen ohne erkennbare Personen, Kennzeichen, Firmenaufschriften oder zuzuordnende Gebäude. Im Ort erkennt die Nachbarschaft ein Fahrzeug oder einen Eingang sofort wieder. Wir wollen, dass die Barriere verschwindet – nicht, dass jemand an den Pranger kommt.

Alle Plakate zum Herunterladen

Auf jedem Plakat steht inklufusion.de/behindernd. Dort findest du alle Motive als Text – für alle, die ein Plakat nicht lesen können.

Eine Barriere gefunden?

Schreib uns, was dir aufgefallen ist. Wir schauen es uns an und machen daraus vielleicht das nächste Motiv – ohne deinen Namen und ohne den Namen der Person oder Firma, um die es geht. Ein Foto schickst du am besten an hallo@inklufusion.de.

Die Kampagne kostet Zeit, Druck und Porto

Unternehmen und Organisationen können eine Beitragsserie fördern. Unsere Haltung und was wir zeigen, bleiben davon unberührt.

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