Zum Inhalt springen

Barrierefreiheit für Schleswig-Holstein – Mee(h)r für alle!

Der moderne Strand endet nicht an der Wasserkante.

Mit Mee(h)r für alle! bringen wir selbstständigen Wasserzugang an Badestellen in Schleswig-Holstein – mit dem Seatrac Mover.

Niemand fährt ans Meer, um am Rand zu bleiben.

Der Seatrac Mover macht aus einer Badestelle einen Ort, an dem Menschen mit Mobilitätseinschränkung selbstständig ins Wasser gelangen können – ohne getragen zu werden, ohne fremde Hilfe, ohne nur zuschauen zu müssen.

Zwei Wege, mitzumachen

Für Kommunen & Betreiber

Du vertrittst eine Gemeinde, eine Badestelle, ein Strandbad, ein Hotel, einen Campingplatz oder eine touristische Einrichtung? Wir begleiten dich von der ersten Einschätzung bis zur Vorführung und prüfen gemeinsam, ob der Seatrac Mover zu deiner Badestelle passt.

Für Einwohner und Badegäste

Du wünschst dir selbstständigen Wasserzugang an deinem Lieblingsstrand? Schlag den Standort vor und hilf uns, den Bedarf sichtbar zu machen.

Niemand fährt ans Meer, um am Rand zu bleiben.

Meer bedeutet Freiheit. Sommer. Urlaub. Familie. Selbstbestimmung. Doch für viele Menschen mit Mobilitätseinschränkung endet dieses Erlebnis an der Wasserkante. Sie kommen bis an den Strand. Ins Wasser kommen sie nicht, jedenfalls nicht selbstständig.

Baden gehen ist dann keine Frage des Wollens, sondern eine Frage davon, wer gerade mit am Strand ist und mit anpackt. Mee(h)r für alle! will das ändern. Mit dem Seatrac Mover wird aus einer Badestelle ein Ort, an dem niemand nur zuschauen muss.

Was ist der Seatrac Mover?

Ein mobiler, solarbetriebener Sitz auf abnehmbaren Schienen. Wer ihn nutzt, fährt per Fernbedienung selbstständig vom Ufer ins Wasser und wieder zurück. Die Anlage wird saisonal eingesetzt, ist rückbaubar und braucht kein festes Bauwerk.

Der Unterschied zu Strandrollstuhl, Rampe oder Lifter ist die Selbstständigkeit. Diese Angebote verbessern den Zugang, setzen aber oft Begleitpersonen, Personal oder fremde Hilfe voraus. Mit dem Seatrac entscheiden Menschen selbst, wann sie ins Wasser gehen und wann sie zurückkehren.

Entwickelt und gebaut wird das System vom griechischen Unternehmen TOBEA, einer Ausgründung der Universität Patras. Nach Angaben von TOBEA laufen weltweit mehr als 250 Anlagen in sechs Ländern. In Deutschland gibt es bisher eine, im Strandbad Farmsen in Hamburg. In Schleswig-Holstein steht noch keine.

Ein Mann im Rollstuhl fährt über einen Holzsteg auf die solarbetriebene Seatrac-Station zu, von der ein Schienensystem ins Meer führt. Kleinere Bilder zeigen den Transport der Schienen, den Aufbau und die Bedienung der Anlage.
Foto: EASYinSEA

So funktioniert es

  • Strom von der Sonne

    Ein Solarmodul lädt die Akkus der Anlage. Es braucht keinen Stromanschluss am Ufer. Der Mover hat keinen Ölbehälter und nutzt Trockenschmierung.

  • Selbst gesteuert

    Der Sitz wird per Fernbedienung bewegt, langsam und gleichmäßig. Er trägt Menschen bis 180 Kilogramm. Die Bedienung ist einfach und direkt am Gerät bebildert erklärt.

  • Mobil statt einbetoniert

    Die Schienen liegen auf dem Untergrund, sie werden nicht verbaut. Auf- und Abbau dauern jeweils ca. 10 bis 15 Minuten. Bei Sturm, Hochwasser oder im Winter ist die Anlage schnell wieder weg.

  • Rund 20 Meter Schiene

    Im Startpaket sind es 19,65 Meter vom Ufer ins Wasser, mit zusätzlichen Schienen bis zu 30 Meter. So passt die Länge zum Gefälle der jeweiligen Badestelle.

  • Gebaut für Salzwasser

    Rostfreier Stahl mit korrosionsbeständiger Beschichtung. Wartung und Service übernimmt EASYinSEA, in den ersten zwei Jahren im Rahmen der Garantie.

  • Für alle da

    Nicht nur Rollstuhlnutzende profitieren. Auch ältere Menschen, Menschen nach einer Operation oder mit Gehhilfe kommen so sicher ins Wasser.

Warum der Seatrac für Kommunen interessant ist

Ein Strand ist erst dann wirklich modern, wenn alle selbstständig ins Wasser kommen. In Schleswig-Holstein steht bisher kein Seatrac: Der erste Platz im Land ist noch frei. Für deine Kommune bedeutet der Seatrac Mover:

  • ein sichtbares Zeichen für moderne Teilhabe
  • ein starkes Qualitätsmerkmal für deine Badestelle
  • ein konkreter Schritt im barrierearmen Tourismus
  • positive Außenwirkung bei Einwohnern, Gästen und Medien
  • ein Angebot für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Familien
  • eine rückbaubare Lösung mit überschaubarem Betriebsaufwand
  • das letzte Glied einer barrierearmen Wegekette: vom Parkplatz bis ins Wasser

Die Eignung jeder Badestelle wird individuell geprüft. Wir begleiten dich dabei.

Die Fakten auf einen Blick

Investition
ca. 50.000 € netto, ca. 59.000 € brutto
Garantie
zwei Jahre, inklusive Wartung
Wartung
ab dem 3. Jahr 3.500 € netto pro Jahr
Betriebskosten
keine, der Mover lädt mit Solarstrom
Auf- und Abbau
jeweils ca. 10 bis 15 Minuten
Nutzung
für Badegäste idealerweise kostenfrei
Technik
solarbetrieben, mobil, rückbaubar
Einsatz
weltweit mehr als 250 Anlagen in sechs Ländern, in Deutschland bisher eine, in Schleswig-Holstein noch keine

InkluFusion e. V. trägt das Projekt. TOBEA stellt den Mover her. EASYinSEA liefert, führt vor, nimmt in Betrieb, wartet und betreut das System in Deutschland.

Kirsten Bruhn sitzt mit Sonnenbrille auf dem Sitz des Seatrac Mover am Sandstrand. Links steht Alexander Ramm mit weißem Langstock, rechts sitzt Marcel Lübke im Rollstuhl. Hinter ihnen der blaue Turm des Movers mit Solarmodul.
Kirsten Bruhn auf dem Seatrac Mover, mit Alexander Ramm und Marcel Lübke von InkluFusion e. V.

Unterstützt von Kirsten Bruhn

Kirsten Bruhn steht wie kaum eine andere Person in Schleswig-Holstein für Wasser, Leistung, Selbstbestimmung und Teilhabe. Die dreifache Paralympics-Siegerin, sechsfache Weltmeisterin und Ehrenbürgerin des Landes Schleswig-Holstein hat den Seatrac Mover selbst getestet. Sie ist Schirmherrin von Mee(h)r für alle!

„Wasser bedeutet Freiheit. Diese Freiheit sollte für alle möglich sein.“

– Kirsten Bruhn, Schirmherrin
Logo: Schriftzug „Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen“ neben dem Landeswappen von Schleswig-Holstein

Die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt tatkräftig. Dafür sind wir sehr dankbar.

Welche Gemeinde macht den Anfang?

Wir starten in Schleswig-Holstein. Besonders im Fokus stehen derzeit Schilksee, Schönberg, Heikendorf und Laboe. Grundsätzlich kann jede geeignete Badestelle Teil der Bewegung werden.

Zugesagt hat noch keiner dieser Orte. Ob eine Badestelle passt, zeigt erst die Prüfung vor Ort, und entscheiden muss die Gemeinde oder der Betreiber selbst.

Wunschstandort vorschlagen

Wünschst du dir den Seatrac an deinem Strand?

Sag uns, in welchem Ort oder an welcher Badestelle du dir selbstständigen Wasserzugang wünschst. Wir sammeln die Vorschläge und nutzen sie, um den Bedarf gegenüber Kommunen und Betreibern sichtbar zu machen. Deine Stimme zählt.

Felder ohne den Zusatz „Pflichtfeld“ kannst du leer lassen.

Zum Beispiel Schönberg, Laboe, Kiel-Schilksee oder Heikendorf.

Nur, wenn du einen bestimmten Strand im Kopf hast, zum Beispiel Schönberger Strand. Der Ort allein reicht auch.

Erzähl kurz, warum dieser Standort wichtig wäre.

Der Vorname reicht.

Falls wir Rückfragen haben oder dich informieren dürfen.

Deine Zustimmung

Wir verwenden deine Angaben ausschließlich im Zusammenhang mit dem Projekt Mee(h)r für alle! Standortvorschläge können anonymisiert ausgewertet und gegenüber Kommunen oder Betreibern genannt werden. Persönliche Daten werden nicht ohne Einwilligung veröffentlicht. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Vorreiter-Standort werden

Du vertrittst eine Kommune, eine Badestelle oder einen touristischen Betreiber? Wir unterstützen dich bei der ersten Einschätzung, der Standortprüfung und der Vorbereitung einer Vorführung mit EASYinSEA.

Nichts überzeugt so sehr wie der Moment, in dem jemand per Fernbedienung ins Wasser fährt. Deshalb bieten wir keine Präsentation im Sitzungssaal an, sondern eine Vorführung am Strand.

Felder ohne den Zusatz „Pflichtfeld“ kannst du leer lassen.

Lieber direkt? Schreib uns an hallo@inklufusion.de.

Unterlagen für Kommunen und Betreiber

Für den schnellen Einstieg und die interne Weitergabe stellen wir zwei Unterlagen bereit. Die Kurzvorstellung ist für den ersten Kontakt gedacht, die Projektbeschreibung ist die vertiefende Unterlage für Verwaltung, Gremien und Betreiber.

Die Genehmigungen haben wir für Laboe mit den Behörden geklärt. Andere Kreise und Standorte können abweichen, die Behörden entscheiden im Einzelfall. Beide PDFs sind barrierearm aufbereitet: mit Überschriften, Bildbeschreibungen und auslesbarem Text.

Unterstütze Mee(h)r für alle!

Kommunen und Betreiber sollen die Anschaffung eines Seatrac Movers künftig selbst tragen oder gemeinsam mit Partnern finanzieren. Spenden helfen uns dabei, Vorführungen, Öffentlichkeitsarbeit, Standortprüfungen und erste Unterstützungsbeiträge für Vorreiter-Standorte möglich zu machen.

Spenden per Überweisung

InkluFusion e. V.
Deutsche Skatbank
IBAN: DE67 8306 5408 0006 8683 80
Verwendungszweck: Spende Strand

Spenden per Wero

bank@inklufusion.de
Wero ist das europäische Bezahlsystem vieler Banken und Sparkassen – du findest es direkt in deiner Banking-App. Gib als Verwendungszweck Spende Strand an.

Mit dem Verwendungszweck Spende Strand fließt dein Geld direkt in dieses Projekt. InkluFusion e. V. ist gemeinnützig, wir stellen Zuwendungsbestätigungen aus.

Weitere Wege, das Projekt zu unterstützen

Welche Gemeinde wird Vorreiter?