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Seatrac für Deutschland

Selbstbestimmt ins Wasser – ohne fremde Hilfe, ohne Getragenwerden, ohne vorher zu fragen. Das Seatrac macht genau das möglich.

Wir sammeln Spenden, um so viele Seatracs wie möglich in Deutschland aufzustellen. Nicht nur an der Ostsee: an Seen, Flüssen, in Freibädern und Strandbädern – überall dort, wo Menschen baden.

Ein Mann im Rollstuhl fährt über einen Holzsteg auf die solarbetriebene Seatrac-Station zu, von der ein Schienensystem ins Meer führt. Kleinere Bilder zeigen den Transport der Schienen, den Aufbau und die Bedienung der Anlage.

Spende für ein Seatrac

Ein Seatrac kostet rund 50.000 Euro, mit Vollausstattung etwa 60.000 Euro. Das ist viel Geld – und gleichzeitig der Preis dafür, dass an einer Badestelle dauerhaft niemand mehr am Wasser stehen bleiben muss. Jeder Betrag bringt uns näher an das erste Gerät.

Spenden per Überweisung

InkluFusion e. V.
Deutsche Skatbank
IBAN: DE67 8306 5408 0006 8683 80
Verwendungszweck: Spende Strand

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Mit dem Verwendungszweck Spende Strand fließt dein Geld direkt in dieses Projekt. InkluFusion e. V. ist gemeinnützig, wir stellen Zuwendungsbestätigungen aus. Alle Details dazu findest du auf der Seite Unterstützen & Mitwirken.

Alle Möglichkeiten zu unterstützen

Was ist ein Seatrac?

Der Seatrac Mover ist eine solarbetriebene Einstiegshilfe ins Wasser. Auf einem Schienensystem fährt ein Sitz vom Ufer bis in eine Wassertiefe, in der man schwimmen kann – und wieder zurück. Gesteuert wird er per Fernbedienung, von der Person selbst.

Das ist der entscheidende Unterschied zu einer Rampe oder einem Lifter mit Personal: Niemand muss gefragt, niemand muss getragen werden, niemand muss auf Öffnungszeiten eines Badeteams warten. Wer ins Wasser will, fährt an die Schiene, setzt sich um und drückt einen Knopf.

Entwickelt und gebaut wird das System vom griechischen Unternehmen TOBEA, einer Ausgründung der Universität Patras. Weltweit ist Seatrac an über 250 Stränden im Einsatz – vor allem in Griechenland, wo es längst zum Standard gehört, außerdem in Italien, Spanien, Zypern, Kroatien, Litauen, Lettland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

So funktioniert es

Das Seatrac ist bewusst so gebaut, dass es an fast jede Badestelle passt – und dass es niemandem etwas wegnimmt, der es nicht braucht.

Strom von der Sonne

Solarpaneele und ein Akku versorgen die Anlage. Es braucht keinen Stromanschluss am Ufer und keine Öl- oder Schmiermittel, die ins Wasser gelangen könnten.

Selbst gesteuert

Der Sitz wird per Fernbedienung bewegt, langsam und gleichmäßig. Die Anlage trägt bis zu 150 Kilogramm und überwacht sich während der Fahrt selbst.

Mobil statt einbetoniert

Die Schienen liegen auf dem Untergrund, sie werden nicht verbaut. Auf- und Abbau dauern rund 15 Minuten – bei Sturm, Hochwasser oder im Winter ist die Anlage schnell wieder weg.

Rund 19 Meter Schiene

Zwölf Schienenstücke von je 1,50 Metern führen vom Ufer ins Wasser. Die Länge lässt sich an das Gefälle der jeweiligen Badestelle anpassen.

Gebaut für Salzwasser

Rostfreier Stahl mit korrosionsbeständiger Beschichtung. Einmal im Jahr wird gewartet, sonst läuft die Anlage im Saisonbetrieb durch.

Für alle da

Nicht nur Rollstuhlnutzende profitieren. Auch ältere Menschen, Menschen nach einer Operation oder mit Gehhilfe kommen so sicher ins Wasser.

Nicht nur am Meer

Der Name führt in die Irre: „Sea“ steht zwar für Meer, aber ein Seatrac braucht kein Meer. Es braucht ein Ufer, einen Untergrund und Wasser. Damit kommt praktisch jede Badestelle in Deutschland infrage – Ostsee und Nordsee genauso wie Badeseen, Baggerseen, Flussbadestellen, Strandbäder und Freibäder mit Naturufer.

Genau daran hängt für uns die eigentliche Frage. In Deutschland gibt es zehntausende Badestellen. An den allermeisten endet der Weg für Menschen mit Mobilitätseinschränkung dort, wo der befestigte Weg aufhört. Baden gehen ist dann keine Frage des Wollens, sondern eine Frage davon, wer gerade mit am Strand ist und mit anpackt.

Wir wollen, dass sich das ändert. Jedes Seatrac, das wir finanzieren, nimmt eine Badestelle aus dieser Liste.

Unsere Kooperation mit EASYinSEA

EASYinSEA aus Hamburg ist der exklusive Ansprechpartner und Händler für Seatrac in Deutschland. Gemeinsam arbeiten wir daran, Badestellen in Deutschland barrierearm zu machen: EASYinSEA bringt die Technik, die Beratung von Kommunen und die Erfahrung mit Förderanträgen mit – wir bringen die Öffentlichkeit, die Standorte und die Spenden dazu.

In Hamburg entsteht gerade das erste reguläre Seatrac Deutschlands: Im Strandbad Farmsen geht die Anlage 2026 in Betrieb, nachdem sie zuvor am Naturbad Stadtparksee getestet wurde. Ein Anfang – aber eben erst einer.

Mehr zu unseren Kooperationspartnern findest du auf der Seite Netzwerk & Kooperationen.

Aktueller Stand

Wir sammeln für das erste Seatrac und sprechen parallel mit Kommunen, Bäderbetrieben und Betreibenden von Badestellen über mögliche Standorte. Wer ein Seatrac aufstellen will, muss es nicht allein bezahlen – dafür sind wir da.

Du kennst eine Badestelle, an der ein Seatrac gebraucht wird? Du arbeitest bei einer Kommune, einem Bäderbetrieb oder einer Stiftung? Dann schreib uns – am besten mit Name und Ort der Badestelle und, falls du es weißt, wer sie betreibt. Wir melden uns und zeigen dir, wie es geht.